Zahnimplantate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die sehr schonend und schmerzarm in den Kieferknochen eingebracht werden. Sie dienen als Basis für Kronen und Brücken oder zur Verankerung von herausnehmbarem Zahnersatz.

Implantate vereinen höchste Belastbarkeit und Haltbarkeit mit optimaler Ästhetik. Sie ermöglichen festen Zahnersatz, wo sonst eine Prothese getragen werden müsste oder können ein schlecht haltendes Gebiss wieder fest und schaukelfrei verankern. Wir können eine Zahnlücke schließen, ohne dabei die gesunden Nachbarzähne abschleifen zu müssen. Implantate sind eine große Errungenschaft der modernen Zahnheilkunde und ein echter Gewinn für unsere Patienten.

Grundsätzlich kann jeder Patient Implantate bekommen, nur einige gravierende Allgemeinerkrankungen, wie schwere Stoffwechselstörungen oder bestimmte Tumorerkrankungen machen dies unmöglich. Bitte informieren Sie uns über Vorerkrankungen und über Medikamente, die Sie einnehmen. Die Erfolgsrate von Implantationen ist außergewöhnlich gut. Sie liegt im Zeitraum von fünf Jahren bei ca. 97%.

Tätigkeitschwerpunkt DGI

2012 hat Dr. Zeiler den Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) verliehen bekommen. Dazu sind praktische Erfahrung mit einer vorgegebenen Mindestanzahl an selbst durchgeführten Implantationen, implantologische Eingriffe unter Aufsicht sowie eine Abschlussprüfung mit Fallvorstellung zu absolvieren.

 

Knochenaufbau

Ein Knochenaufbau kann zur sicheren Verankerung eines Zahnimplantats notwendig werden, wenn bereits eigener Kieferknochen abgebaut wurde. Die Ursachen für den Knochenabbau können Zahnlosigkeit oder Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontose) sein.

Hierbei wird meist ein Gemisch aus eigenem Knochen aus dem Operationsgebiet und einem Knochenersatzmaterial zur Wiederherstellung des Defekts und zur stabilen Verankerung des Implantates verwendet.

Ridge Preservation

Ein sehr wichtiger Aspekt der modernen Implantologie ist, dass wir schon vor der Entfernung eines Zahnes die spätere implantologische Versorgung planen. Hier gilt es vor allem die Resorption des Knochens nach der Zahnentfernung möglichst gering zu halten. Dazu wird der Zahn besonders schonend entfernt, das „Knochenbett“ mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt und die Wunde mit einer selbstauflösenden Membran verschlossen. Dieses Vorgehen erhält den Knochen und erleichtert die spätere Implantation.

Sinuslift

Im hinteren Bereich des Oberkiefers schließt sich nach „oben“ die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) an. Eine Implantation ist in diesem Gebiet oft nur mit Hilfe eines Sinuslifts machbar.

Dabei wird der Boden der Kieferhöhle um einige Millimeter nach oben verschoben. Dies ist meist problemlos in der Praxis und ohne Notwendigkeit einer Vollnarkose möglich. Oft gelingt das Anheben der Kieferhöhle und das Setzen der Implantate in einer Sitzung. Nur bei sehr geringem vertikalem Knochenangebot müssen zwei Eingriffe erfolgen. Die Technik des Sinuslifts ist schon seit 35 Jahren in der Zahnheilkunde etabliert. Die Erfolgsraten sind nahezu gleich gut wie bei Implantationen im vorhandenen Knochen.

GBR-Technik (Guided bone regeneration)

Die gesteuerte Knochenregeneration ermöglicht einen Aufbau des Kieferknochens vor oder während der Implantation, wenn der vorhandene Knochen in Höhe oder Breite nicht ausreicht. Dazu wird der Bereich, der einen knöchernes Defizit aufweist, je nach Ausgangslage mit eigenem Knochen und Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Vitale Zellen wandern dann aus dem umliegenden Gewebe ein und bilden eigenen festen Knochen. Je nach Ausgangslage kann zeitgleich zum Aufbau das Implantat mit gesetzt werden.

3D Diagnostik (DVT)

Zur besseren Planung einer Versorgung mit Implantaten kann eine dreidimensionale Diagnostik erforderlich sein. In der Zahnmedizin wir dies mit einem sogenannten Digitalen Volumentomogramm (DVT) gemacht, welches dem bekannten CT vergleichbar ist. Die exakte Kenntnis der Knochenverhältnisse in Breite und Höhe, des Verlaufs von Nervstrukturen oder die Lage der Nachbarzähne ermöglicht eine exakte Planung des Eingriffs und die vorherige Planung der Implantatpositionen.